Rendite und Risiko beim Riester-Banksparplan

Der Vorteil des Riester Banksparplans: Ihre Beiträge fließen von Anfang an voll und ganz in Ihr Vertragsguthaben ein. Das liegt daran, dass für einen Riester Banksparplan keine Abschlussgebühren und bei den meisten Produkten keine Verwaltungsgebühren erhoben werden.

Selbst bei einer vorzeitigen Auflösung Ihres Riester Banksparplans stehen Ihnen in jedem Fall Ihre eingezahlten Beiträge und die erwirtschafteten Zinsen zur Verfügung. Das ist weder bei Riester Fondssparplänen noch bei Riester Rentenversicherungen der Fall.

Nur die staatlichen Zulagen oder steuerlichen Vorteile müssen bei förderungsschädlicher, sprich vorzeitiger Verwendung Ihres Riester Banksparplans zurückbezahlt werden.

Rendite Riester Banksparplan

Die Rendite Ihres Riester Banksparplans richtet sich grundsätzlich nach den jeweiligen Zinsentwicklungen, zum Beispiel nach der Umlaufrendite von Bundeswertpapieren. So erhalten Sie derzeit zu Beginn eines Riester Banksparplans Renditen zwischen 3 und 3,8 Prozent. Im weiteren Verlauf können sich die Renditen durch aktuelle Zinsentwicklungen, durch Boni zu Beginn der Auszahlungsphase oder durch Zinstreppen verändern. Letztgenannte sollen Sparer bei der Stange halten, sprich es werden im Laufe der Ansparzeit ansteigende Verzinsungen gewährt.

Eine genaue Renditeprognose lässt sich auf Grund der variablen Verzinsung nicht treffen, Sparer müssen von einer Spanne zwischen 3 und maximal 6 Prozent Rendite ohne Berücksichtigung der staatlichen Förderung ausgehen. Im Schnitt sollte die durchschnittliche Rendite eines guten Riester Banksparplans über 4 Prozent liegen. Zusätzliche Renditen dank staatlicher Förderung

Hinzu kommen eventuelle Altersvorsorgezulagen oder steuerliche Förderungen. Diese wirken sich bei einem Riester Banksparplan um einiges stärker aus, als dieses bei Riester Rentenversicherungen oder Riester Fondssparplänen der Fall ist.

Hierfür gibt es zwei Gründe. Zum Einen fließen auch die Förderungen ohne Abzüge in Ihr Vertragsguthaben ein. Somit erwirtschaften die gewährten Zulagen von Anfang an Zinsen und Zinseszinsen.

Zum anderen wird die Sparzeit eines Riester Banksparplans in der Regel geringer gewählt, als bei einer Riester Rentenversicherung oder einem Riester Fondssparplan.

Zur Erläuterung: Bei einer Förderquote von 40 % erhält der Sparer faktisch eine einmalige Förderung in Höhe von 40 % auf seine eingezahlten Beiträge. Die Förderbeträge fließen zwar jährlich zu und werden somit auch verzinst, dieses ist jedoch von relativ geringer Bedeutung bei einem Banksparplan.

Läuft der Vertrag nun beispielsweise nur 15 Jahre, entspricht eine Förderquote von 40 % einer jährlichen, zusätzlichen Rendite von immerhin 2,5 %. Würde der Vertrag jedoch über 30 Jahre laufen, entspräche eine Förderquote von 40 % nur noch einer zusätzlichen Rendite von etwa 1,2 % pro Jahr.

Renditevorteil nachgelagerte Besteuerung

Der Förderung der eingezahlten Beiträge in der Ansparphase steht die nachgelagerte Besteuerung der Rentenleistung in der Auszahlungsphase gegenüber. Die aus Ihrer Riester-Rente generierten Leistungen müssen Sie im Ruhestand also voll zu Ihrem persönlichen Steuersatz versteuern.

In der Regel ergibt sich dennoch ein deutlicher Vorteil. So liegt der persönliche Steuersatz im Alter normalerweise weit unter dem, den man im Berufsleben hatte. Zum anderen haben die staatlichen Förderungen zu Beginn der Auszahlungsphase bereits einige Zinsen und Zinseszinsen erwirtschaftet.

Somit gereicht die nachgelagerte Besteuerung der Riester-Rente im Normalfall zum Vorteil des Sparers. Sollten Sie jedoch jetzt schon wissen, dass Ihr persönlicher Steuersatz im Alter kaum zurückgehen oder eventuell sogar steigen wird, sollten Sie über einen Riester Banksparplan noch einmal genau nachdenken.